Ablehnung der DeutschenUmfrage: Jeder Fünfte würde bei AfD-Bundesregierung auswandern

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt prognostizieren einen neuen Meilenstein für die AfD. Ihre Umfragewerte liegen dort bei 40 Prozent. Deutschlandweit ist die Meinung über die Partei aber eine ganz andere. Fast die Hälfte der Deutschen sieht sie kritisch.
Fast die Hälfte der Deutschen hält eine Regierungsbeteiligung der AfD auf Bundesebene für schädlich für das Land. 47 Prozent stimmten in einer Insa-Umfrage für die "Bild am Sonntag" der Aussage zu, Deutschland werde Schaden nehmen, wenn die AfD in Berlin an die Macht komme. 36 Prozent sahen das ausdrücklich nicht so. 17 Prozent machten keine Angabe.
Mehr als jeder fünfte Befragte würde der Umfrage zufolge Deutschland verlassen, sollte die AfD auf Bundesebene an die Regierung kommen. 22 Prozent stimmten der Aussage zu: "Sollte die AfD auf Bundesebene an die Macht kommen, würde ich Deutschland verlassen." 60 Prozent widersprachen, 18 Prozent waren unentschieden oder machten keine Angabe.
Mehrere Landesverbände der AfD werden von den Behörden als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Gegen die Einstufung der Bundespartei als gesichert rechtsextremistische Bestrebung hat die AfD geklagt, eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht noch aus.
Mögliche Regierungsbildungen
Mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September fragte Insa auch nach möglichen Regierungsbildungen. 43 Prozent waren demnach der Ansicht, eine Koalition aller anderen Parteien gegen die AfD würde diese zusätzlich stärken, 32 Prozent widersprachen. Eine absolute Mehrheit der AfD würden 33 Prozent einer Koalition aller anderen Parteien vorziehen; 52 Prozent lehnten diese Aussage ab.
In Meinungsumfragen liegt die Partei seit einigen Monaten in der Wählergunst vorn, keine der übrigen Parteien im Parlament bietet der AfD derzeit aber ein Regierungsbündnis an. Die nächste Bundestagswahl steht planmäßig im Frühjahr 2029 an. Insa befragte für die nach Angaben der "Bild am Sonntag" repräsentative Umfrage am 27. und 28. August 1001 Menschen, die maximale Fehlertoleranz wird mit +/- 3,1 Prozentpunkten angegeben.